Freundschaft

Beste Freunde für immer

Diese Generation hat mehr Möglichkeiten zur Kommunikation als jede andere vor ihr, mit E-Mail und sozialen Netzwerken, die es möglich machen, rund um die Uhr mit anderen zu interagieren. Dennoch sind die Selbstmordraten höher als je zuvor und Antidepressiva sind fast zum Standard geworden. Wir haben mehr Verbindungen als je zuvor, aber es sind keine Beziehungen. Wir fühlen uns immer noch allein. Menschen brauchen authentische Gemeinschaft – das Gefühl, mit jemandem zusammen zu sein – um sich ganz und gesund zu fühlen.

Die Geschichte von David und Jonathan zeigt die wahre Natur von Freundschaft: „Die Seele Jonathans hing an der Seele Davids, und Jonathan liebte ihn wie seine eigene Seele“ (1 Sam 18,1). Jonathan hätte leicht eifersüchtig auf seinen Freund sein können; David war ein großer Krieger und war gerade in den Haushalt von Jonathans Vater, dem König, als dessen Schützling aufgenommen worden (1 Sam 17,48-58; 18,2). Anstatt eifersüchtig zu sein, reagierte Jonathan mit Liebe und Freundlichkeit, und die beiden wurden die beständigsten Freunde.

Eine authentische Beziehung baut auf Vertrauen auf, was oft damit beginnt, dass eine Person sich für die andere aufopfert. Jonathan brachte ein solches Opfer: „Jonathan zog das Gewand aus, das er trug, und gab es David, zusammen mit seinem Kampfanzug und sogar seinem Schwert, seinem Bogen und seinem Gürtel“ (1 Sam 18,3-4). Weil Jonathan David als Freund liebte, wuchs ihre Beziehung zu einer tief verwurzelten Loyalität. Wenn wir dieses tiefe Vertrauen und diese Loyalität mit einem Freund teilen, können wir gemeinsam in Gottes Willen wachsen. Wir alle brauchen jemanden, auf den wir uns verlassen können; David und Jonathan zeigen, wie kraftvoll eine solche Beziehung sein kann. Sie lehren uns, was es bedeutet, Jahwe mit einem anderen Menschen an der Seite zu folgen.

In der frühen Kirche waren authentische Beziehungen nicht nur eine Idee – sie waren eine Lebensweise: „Ist jemand unter euch krank? Dann soll er die Ältesten der Gemeinde zu sich rufen und sie sollen über ihm beten und ihn im Namen des Herrn mit Olivenöl salben“ (Jak 5,14). Die frühe Kirche reagierte auf Krankheit oder Schmerz nicht mit den Worten: „Ich werde für dich beten.“ Sie haben tatsächlich gebetet. So wie Jonathan in einer schnellen Aktion David die Ehre gab, wie ein Königssohn zu sein, so kümmerte sich die frühe Kirche schnell um die ihren. Sie machten sich Freunde, indem sie loyal waren, wie Christus ihnen gegenüber loyal war. Sie schufen Gemeinschaft, indem sie Liebe und Freundlichkeit zeigten, ohne zu verlangen, dass diese Freundlichkeit erwidert wird. Aber die Rendite war groß: Sie legten den Grundstein für eine weltweite Bewegung.

John D. Barry und Rebecca Kruyswijk, Connect the Testaments: A One-Year Daily Devotional with Bible Reading Plan (Bellingham, WA: Lexham Press, 2012)

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