Die „Waffenrüstung“ Gottes

Dazu eine Übersetzung aus „Stormie Omartian, The 7-day prayer warrior experience“:

Der Grund, warum wir die ganze Waffenrüstung Gottes anziehen müssen, ist, um dem Bösen zu widerstehen. Wir kämpfen nicht gegen Menschen, sondern gegen eine geistige Hierarchie unsichtbarer Macht.

Um die Waffenrüstung Gottes anzulegen, müssen wir zuerst erkennen, was die Waffenrüstung ist. Paulus sprach darüber, wie man die Mächte des Bösen erkennt und bekämpft, wobei er die römischen Soldaten als Vorbild nahm. Sie waren bei weitem die mächtigste Armee jener Zeit, und er setzt die Rüstungsteile, die sie hatten, mit dem in Beziehung, was Gott uns im geistigen Bereich gegeben hat. Er sagte Folgendes:

  • So steht nun fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit,
  • und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit,
  • und die Füße gestiefelt mit Bereitschaft [zum Zeugnis] für das Evangelium des Friedens.
  • Vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt,
  • und nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geist, welches das Wort Gottes ist,
  • indem ihr zu jeder Zeit betet mit allem Gebet und Flehen im Geist,
  • und wacht zu diesem Zweck in aller Ausdauer und Fürbitte für alle Heiligen. (Epheser 6,14-18).

Der Teufel steckt überall?

„Viele Christen sind auf subtile Weise auf das Böse fixiert, und am Ende schreiben sie jedes Problem im Leben dem Teufel zu. Diese Menschen sind davon überzeugt, dass sie ständig angegriffen werden. Sie fühlen sich wie General Custer am Little Big Horn, wenn alle Indianer der Welt auf ihn zukommen. Wenn Sie sich so fühlen, hat der Satan gepunktet. Man kann so sehr damit beschäftigt sein, Angriffe abzuwehren, dass man nie etwas Positives zustande bringt. Sie müssen einen Sinn für Unterscheidungsvermögen und Augenmaß haben.“

Aus einem Buch, das ich gerade lese. In dem Buch geht es um das Gebet und welche Bedeutung es für die Beziehung zu Gott hat.

Der Autor findet manchmal klare und eindrücklich Worte, finde ich. Gleichzeitig aber ermutigt er auch – denn direkt nach dem obigen Text zitiert er Johannes 14,23 mit den einleitenden Worten „Aber erinnert euch daran, wir sind mit all dem nicht alleine. Jesus hat uns gelehrt:“

Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.
(Joh 14,23)

Bild: Marc Szeglat

Auf Details achten

Der Teufel ist nicht dumm. Er weiß, dass es einfacher ist, uns mit vielen kleinen, frustrierenden Schwierigkeiten, die sich zu einem großen Problem summieren können, aus dem Konzept zu bringen. Um uns selbst zu schützen, müssen wir also auf die Details achten.

Michael Keiser, A Beginner’s Guide to Prayer

8 Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann;
(1. Petrus 5,8)

Bild: Marek Piwnicki

Christliches Wachstum messbar?

Jesus sagte: „Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren. Dadurch wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt“
(Johannes 15:7, 8).

„Unser christliches Wachstum kann gemessen werden, so wie man die Qualität eines Weinstocks an den Früchten messen würde, die er trägt. Unsere Trauben sind unsere Gedanken und Handlungen. Sind sie wie die Gedanken und Handlungen Christi? Werden wir mehr wie Christus? Je christusähnlicher wir im Handeln werden, desto mehr Frucht werden wir tragen.“
(Michael Keiser, A Beginner’s Guide to Prayer: The Orthodox Way to Draw Closer to God (Chesterton, IN: Ancient Faith Publishing, 2003), 8)

Ich finde diesen Gedanken sehr sinnvoll.

Es geht ja gar nicht darum, dass man sich da etwas erarbeitet oder sich eine Belohnung verdient – sondern darum, dass mit einem selbst eine Verwandlung stattfindet, wenn man, darum geht es in dem Buch, regelmäßig mit Gott persönlich und innerhalb der Gemeinde ins Gebet geht. Man dadurch Christus näher kommt.

Und selbstverständlich sieht man das dann auch außen, ist diese Verwandlung dann auch messbar. Selbst wenn die Verwandlung in einem passiert – sie wird irgendwann nach außen durchbrechen.

Bild: Peter Keller

Demut

Was hilft es dir, wenn du über die Dreieinigkeit hochgelehrt zu streiten verstehst, wenn dir aber dabei die Demuth fehlt, ohne die du der Dreieinigkeit nicht gefallen kannst?

Wahrhaftig! hochgelehrte Worte machen den Menschen weder heilig noch gerecht; aber ein christliches Leben macht uns Gott angenehm.

Trachte du, die Reue und Zerknirschung des Herzens viel mehr zu empfinden, als sie schulgerecht erklären zu können.

Hättest du die ganze Bibel, und alle Sprüche der Philosophen im Kopfe, aber dabei keine Liebe und Gnade Gottes in deinem Herzen, was würde dir all jenes helfen?

O Eitelkeit der Eitelkeiten — alles ist Eitelkeit, außer Gott lieben und ihm allein dienen.

Das ist die höchste Weisheit: die Welt verschmähen, und nach dem Himmelreiche trachten.

Thomas a Kempis, Die Nachfolge Christi, hg. von W. Ebert, Siebzehnte Auflage (Hannover: Gustav Nebel, 1905), 1–2

Bruderliebe

In der Bruderliebe seid herzlich gegeneinander; in der Ehrerbietung komme einer dem anderen zuvor!

Römer 12,10

Zum Thema Bruderliebe schreibt Clemens von Alexandria:

1. Wenn aber der wirkliche Mensch in uns der Geistesmensch ist, so ist Bruderliebe die Menschenliebe gegen diejenigen, die des gleichen Geistes teilhaftig sind. Das Liebhaben ist wiederum das Bewahren des Wohlwollens oder der herzlichen Gewogenheit; herzliche Gewogenheit ist aber ein völliges Wohlgefallen; und das Lieben ist ein Gefallenfinden am ganzen Wesen, wodurch man sich zum anderen hinführen und von ihm anziehen läßt.
[…]
3. Und „unsere Liebe“, so sagt der Apostel, „soll ungeheuchelt sein, und wir selbst wollen das Böse verabscheuen, indem wir am Guten festhalten und an der Bruderliebe“ (Röm 12,9f) und das folgende bis „wenn es möglich ist, so viel an euch liegt, mit allen Menschen Frieden haltend.“ (Röm 12,18) Später sagt er: „Laß dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde durch das Gute das Böse!“ (Röm 12,21)

Clemens von Alexandria, Clemens von Alexandrien: Stromateis – Teppiche, 215n. Chr., S.181–182 – 9. Kapitel, Abschnitt 42

Die Bruderliebe ist zunächst einmal also die Liebe zwischen gläubigen Menschen – nicht etwa zwischen zwei männlichen Gläubigen.

Und dazu soll die Liebe ungeheuchelt, also ehrlich sein. Denn Heuchelei ist Böse, es ist Lügen.

Aber die Ausführungen gehen darüber hinaus: Nicht nur die Liebe/Bruderliebe zu (anderen) gläubigen Menschen ist Gut, nein, ganz allgemein ist es gut, mit anderen Menschen in Frieden zu leben.

Gemeinsam überwinden wir so das Böse, denn das Gute überwindet das Böse.

Bild: Thiago Barletta

Hass der Welt

Wenn die Welt euch hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat.

(Joh 15,18)

Wenn es mal wieder richtig dicke kommt und ihr für euren Glauben angegangen oder unter Druck gesetzt werdet, erinnert euch daran, dass Jesus derjenige ist, der „vor euch“ gehasst wurde. Die Ablehnung der Menschen ist gegen Gott/Jesus gerichtet, nicht gegen euch: „Die Welt kann euch nicht hassen, mich aber hasst sie; denn ich bezeuge von ihr, dass ihre Werke böse sind“ (Joh 7,7).

Bild: Alex Mihai C – Mad

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