Gnade & Errettung

Manasse errettet

„Als er [Manasse] nun in der Not war, flehte er den Herrn, seinen Gott, an und demütigte sich sehr vor dem Gott seiner Väter. Und da er zu ihm betete, ließ sich Gott von ihm erbitten.“
2. Chronika 33,12-13

Was? Manasse errettet? Manasse, dieser Bluthund, ist er durch Er­neuerung des Sinnes in ein Lamm der Herde Gottes verwandelt worden? Er, der blutbefleckte Verfolger, ist er ein Bekenner des Glaubens geworden, den er einst ausrotten wollte?

Mit Recht sagt Bischof Hall: „Wer kann sich beklagen, daß ihm der Weg zum Himmel versperrt sei, wenn er einen solchen Sünder eingehen sieht? Klage dich des Schlimmsten an, du geängstigte See­ le! Hier ist einer, der Menschen ermordete, Gott trotzte und den Teufel anbetete. Dennoch findet er den Weg zur Buße.“

Ich kannte eine alte Dame, die nicht mit der Eisenbahn fahren wollte, weil sie glaubte, daß sich einige Brücken in schlechtem Zu­ stand befänden. Sie fürchtete, diese Brücken würden unter ihrem Gewicht zusammenbrechen, obwohl Tausende von Tonnen jeden Tag hinübergefahren wurden. Jeder lächelt über solch eine Torheit.

Nun seht diesen ungeheuren Zug an, der die Brücke passierte. Seht Manasse, beladen mit schweren Verbrechen, und achtet auf die Brücke, ob sie unter den Lasten von Sünden, die über sie hinwegrol­len, schwankt. Ach nein, sie trägt sie ohne Schwanken; und sie würde das Gewicht aller Sünden tragen, die je von Menschen begangen wurden. „Daher kann er [Jesus] auch bis aufs äußerste die retten, welche durch ihn zu Gott kommen.“

Spreche ich zu einer Schwester, die in einer unbewachten Stunde den Pfad der Treue verließ und seitdem den Weg der Schande gegangen ist? Ich bitte dich, nimm diese Botschaft an: Die größte Sünde, die äußerste Schuld, die unglaublichste Missetat, die schändlich­sten Übertretungen können vergeben werden. Der Erlöser lebt, das Opfer ist vollbracht. Wende dich von ganzem Herzen zum Herrn, bekenne deine Sünden, gib dein Ich auf! Traue auf die unendliche Gnade Gottes in Christus Jesus, seinem Sohn!

„Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Ge­danken und kehre um zum Herrn, so wird er sich seiner erbarmen, und zu unserm Gott; denn er vergibt viel.“

(C.H. Spurgeon, Auf Dein Wort, S. 206)

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