Warum benutzt Jesus Gleichnisse?

Theodor von Mopsuestia über die Eigenart von Jesus, regelmäßig Gleichnisse zu benutzen:

„Es war häufig seine Gewohnheit, Gleichnisse aus mindestens zwei Gründen zu verwenden: entweder, weil er über ungesehene Dinge sprechen würde, um durch das Gleichnis unsichtbare Dinge sichtbar zu machen, soweit dies möglich war. Oder es lag an der Unwürdigkeit der Zuhörer, wenn ihnen aus dem, was gesagt wurde, nichts Gutes erwachsen würde. Aber es gab noch eine andere, dritte Ursache für Gleichnisse. Häufig mäßigte er, wenn er etwas als Widerlegung sagte, durch ein Gleichnis die Härte der Widerlegungen um der Zuhörer willen, wie wenn er das Gleichnis vom Weinberg erzählt und sagt, dass „er diese bösen Menschen elendiglich vernichten“ und „seinen Weinberg an andere verpachten“ wird. Indem Jesus diese Dinge zu den Pharisäern sagte, vermied er offensichtlich eine harte Sprache.“

Matthäus 13,13-16, Jesus spricht :

„Darum rede ich in Gleichnissen zu ihnen, weil sie sehen und doch nicht sehen und hören und doch nicht hören und nicht verstehen; und es wird an ihnen die Weissagung des Jesaja erfüllt, welche lautet: »Mit den Ohren werdet ihr hören und nicht verstehen, und mit den Augen werdet ihr sehen und nicht erkennen! Denn das Herz dieses Volkes ist verstockt, und mit den Ohren hören sie schwer, und ihre Augen haben sie verschlossen, daß sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und ich sie heile.
Aber glückselig sind eure Augen, daß sie sehen, und eure Ohren, daß sie hören!“

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